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Software Risikomanagement
Poster: Einführung Risikomanagement (nach ISO 31000)
Alles auf einen Blick: Dieses Poster zeigt Ihnen übersichtlich alle wichtigen Phasen bei der Einführung eines Risikomanagements auf
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Die Risikobewertungsmethoden
Verwendet man die in der ISO 31000 beschriebene Systematik und die in der IEC/ISO 31010 vorgeschlagenen Methoden zur Risikobeurteilung, erhält man eine vollständige Identifikation und Analyse der Risiken sowie unter Verwendung der Risikobewertungsmethoden ein vollständiges und eindeutiges Ergebnis.
Je nach der verwendeten Methode resultieren daraus qualitative oder quantitative Ergebnisse. Die vorliegende Datensicherheit wird berücksichtigt, sodass selbst bei einer unsicheren Datenlage bzw. großen Standardabweichung gute Ergebnisse erzielt werden.
Selbst komplexe System lassen sich gut bearbeiten; bei Fragestellungen niederer Komplexität kann man einfachere Methoden anwenden.
Der Aufwand kann durch die Wahl der Methode individuell an die Fragestellung angepasst werden.
Auswahlkriterien für das richtige Verfahren
Um ein optimales Ergebnis bei der Untersuchung des Risikos zu erzielen, ist es entscheidend, die richtige Methode zu finden. Grundsätzlich sind die meisten Methoden geeignet, doch sollte man Kriterien zur Auswahl der Methoden berücksichtigen.
Die Methodenwahl lässt sich auf vier zu berücksichtigende Parameter reduzieren:
- Anforderung zur qualitativen oder quantitativen Bewertung
- Komplexität des Problems
- Art und Grad der Unsicherheit der Informationen, die zur Verfügung stehen
- Ausmaß der Ressourcen in Form von Zeit, Fachkenntnissen, Datenbedarf und Kosten
Gruppierung der Methoden
Induktive Verfahren
Als induktiv bezeichnet man Verfahren, die von einer bekannten Ursache ausgehend die resultierenden Konsequenzen ermitteln. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (FMEA). Ausgehend von dem entdeckten Fehler in Verbindung mit der zugrunde liegenden Ursache erhält man das Wirkungsspektrum der resultierenden Konsequenzen.
Deduktive Verfahren
Im Gegensatz hierzu gehen deduktive Verfahren von einer Wirkung, einer bekannten Konsequenz aus – man versucht, die Ursache zu ermitteln. Eine typische Methode ist die Fehlerbaumanalyse. Hier sind die Konsequenzen bekannt und man führt diese zu einem Ursprungseffekt zurück. Somit kann man die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ursprungseffekts bestimmen.
Explorative und kreative Methoden
Eine dritte Methodenklasse stellen die explorativen Verfahren dar. Hier werden oft Systeme betrachtet, bei denen weder die Ursachen noch die Folgen bekannt sind. Sie eignen sich insbesondere dazu, komplexe unbekannte Systeme hinsichtlich deren Verhalten zu untersuchen (zu explorieren). Eine spezielle Untergruppe sind hier die kreativen Methoden. Sie basieren mehr auf Erfahrungen und „gutem menschlichen Verstand“ als auf konkreten Daten. Die kreativen Methoden (z.B. Brainstorming, Morphologischer Kasten) finden oft als Hilfsmethoden im Rahmen von anderen Methoden ihre Anwendung, um einen Teilaspekt mit niedriger Komplexität, geringer Datenqualität und Datenquantität mit geringem Aufwand zu lösen („quick & dirty)“. Die Ergebnisse werden dann weiterverarbeitet und fließen in die Gesamtbetrachtung ein.
